Die Neue Abteilung der Nationalgalerie Berlin im Kronprinzenpalais war die weltweit erste öffentliche Sammlung zeitgenössischer moderner Kunst des 20. Jahrhunderts. Sie wurde 1919 vom Direktor der Berliner Nationalgalerie Ludwig Justi gegründet und bestand bis zur Machtübernahme der Nationalsozialisten. Mit eingeschränktem Betrieb blieb sie bis zur Ausstellung Entartete Kunst 1937 bestehen. Die Galerie im Kronprinzenpalais war vor allem als umfassendste Sammlung expressionistischer Kunst bekannt.
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Lovis Corinth: Ecce Homo (1925). Seit 1929 Teil der Sammlung, 1937 in der AusstellungEntartete Kunst, 1939 in die Schweiz verkauft, heute Kunstmuseum Basel
Die Ikone der Sammlung: Franz Marc, Der Turm der blauen Pferde (1913/14). Seit 1919 im Kronprinzenpalais, 1937 beschlagnahmt, heute verschollen.
Max Liebermann: Schusterwerkstatt (1881)
August Macke: Mädchen unter Bäumen (1914). Seit 1928 in der Sammlung, 1937 beschlagnahmt, heute: München, Staatsgalerie moderner Kunst.
Amedeo Modigliani: Mädchenkopf (1918). Seit 1932 im Kronprinzenpalais, 1937 beschlagnahmt, 1938 versteigert, heute schweizer Privatbesitz.
Otto Mueller: Zwei weibliche Akte. 1935 beschlagnahmt und der Nationalgalerie zur Sekretierung übergeben, 1937 in der Ausstellung Entartete Kunst, 1940 verkauft, heute Museum Ludwig Köln.
Vincent van Gogh: Der Garten Daubignys. Seit 1929 im Kronprinzenpalais, 1937 beschlagnahmt, heute: Hiroshima, Museum of Art.
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