Das Fachhallenhaus, wegen seines regionalen Bezuges auch niederdeutsches Hallenhaus genannt, ist ein im 13.–15. Jahrhundert aufgekommener Bauernhaustyp in Fachwerkbauweise, der besser unter dem volkstümlichen Begriff Niedersachsenhaus bekannt ist. Es ist ein „Einhaus“, bei dem Wohnung, Stallraum und Erntelager in einem großen Hauskörper zusammengefasst sind. Diese ländlich-bäuerliche Hausform war bis zu ihrem Niedergang im 19. Jahrhundert in der Norddeutschen Tiefebene vom Niederrhein bis nach Mecklenburg weit verbreitet. Heute noch prägen Fachhallenhäuser das Erscheinungsbild vieler Dörfer Norddeutschlands.
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Gemälde von Hermann Daur (1902): Frelsdorf - Inneres eines niedersächsischen Bauernhauses
Historisches Foto (ca. 1895) eines reetgedeckten Fachhallenhaus in Ausbüttel bei Gifhorn, Baujahr: 1779
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